Die 8 häufigsten Probleme mit CPAP-Geräten und Tipps zur Lösung

Egal um welche Art von Behandlung es geht: Die Frage nach dem Verhältnis von Risiken und Nutzen stand immer an erster Stelle.
Bei der Behandlung mit einem CPAP-Gerät ist das nicht anders. In diesem Zusammenhang gibt es einige unerwünschte Wirkungen, über die Patienten klagen: unbequeme Masken, Schwierigkeiten mit der Überdruckbeatmung, trockene oder verstopfte Nasen, Druckstellen, Hautreizungen, Einschlafschwierigkeiten oder andere Nebenwirkungen.
Ihr Arzt weiß, dass Sie ihn bei den Nachuntersuchungen über Ihre bisherigen Erfahrungen unterrichten sollten.
Häufige Probleme im Zusammenhang mit der Behandlung mit dem CPAP-Gerät
1. Mundtrockenheit / trockene oder verstopfte Nase
Viele Patienten klagen nach Behandlungsbeginn über eine trockene oder verstopfte Nase oder über Mundtrockenheit.
Die trockene und verstopfte Nase ist wahrscheinlich die Folge einer undichten Maske, während Mundtrockenheit häufig vom Schlafen mit offenem Mund herrührt. Ein Lufterwärmer und -befeuchter kann dieses Problem lösen.
Schafft der Lufterwärmer und -befeuchter keine Abhilfe, kann ein salzhaltiges Nasenspray gegen die trockene und verstopfte Nase helfen, während ein Kinnriemen der Mundtrockenheit vorbeugt. Dieses Problem lässt sich auch durch das Tragen einer eng anliegenden Maske lindern.
2. Schlaflosigkeit
Manche Patienten geben an, seit der Nutzung des CPAP-Geräts nicht mehr einschlafen zu können. Das liegt wahrscheinlich an einer zu hohen Druckeinstellung.
Es könnte auch an der Maske oder am Geräuschpegel des Geräts liegen. Ersteres lässt sich durch eine besondere Funktion beheben, über die manche CPAP-Geräte verfügen und bei der die Druckeinstellung zunächst niedrig beginnt und sich dann stetig bis zum voreingestellten Wert steigert.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das CPAP-Gerät durch einen Schlaflabortechniker neu kalibrieren zu lassen. Rührt die Schlaflosigkeit daher, dass sich der Patient noch nicht an die Maske gewöhnt hat, kann er sie tagsüber tragen, um sich schneller an sie zu gewöhnen.
Langfristig ist es sehr hilfreich, Alkohol, Schlaftabletten und Beruhigungsmittel zu meiden. Ist ein zu lautes Gerät die Ursache der Einschlafschwierigkeiten, könnte es sich um ein älteres Modell handeln: Die meisten neueren Modelle sind nahezu geräuschlos.
War Ihr Gerät zunächst leise, wird aber zunehmend lauter, könnte es verstopft sein. Das Reinigen des Luftfilters oder Hilfe vom Hersteller kann dieses Problem lösen.
3. Druckstellen oder Hautreizungen
Druckstellen können die Folge einer schlecht passenden Maske sein. Das sollte jedoch kein Grund sein, die Behandlung abzubrechen, denn es gibt eine ganze Reihe verschiedener Masken.
Probieren Sie so lange verschiedene Masken aus, bis Sie eine finden, die genau auf Ihr Gesicht passt. Das sorgt für Tragekomfort und verhindert Undichtigkeiten.
Bei Hautkontakt kann die Maske bei manchen Patienten allergische Reaktionen auslösen. Diese können sich durch Ausschläge, Rötungen oder Juckreiz äußern.
Falls Sie nach Behandlungsbeginn derartige Reaktionen bemerken, empfiehlt sich ein Besuch bei Ihrem Arzt. Eine Maske aus einem anderen Material kann dann Abhilfe schaffen.
4. Schwierigkeiten mit der Druckluft
Manchen Menschen fällt es schwer, die Druckluft zu ertragen. Das kommt vor allem zu Beginn der Behandlung vor. Die „Anstiegsfunktion“ kann dem entgegenwirken.
Dabei handelt es sich um eine automatische Funktion, die den Druck kontinuierlich erhöht, bis der voreingestellte Druck erreicht ist.
Der Wechsel auf ein BiPAP-Gerät kann dieses Problem ebenfalls lösen. Ein BiPAP-Gerät verfügt über je einen Druck für das Ein- und für das Ausatmen.
5. Eine Maske, die nicht richtig passt
Das Gesicht jedes Menschen ist unterschiedlich geformt. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Patient eine Maske erhält, die nicht ganz seinen Gesichtszügen entspricht.
Das ist jedoch kein Grund zur Sorge, denn es sind viele verschiedene Arten von Gesichtsmasken erhältlich. Einige davon sind sogar verstellbar. In enger Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt und dem Hersteller finden Sie ganz sicher eine Maske, mit der Sie gut zurechtkommen.
6. Die Maske fühlt sich sperrig an
Das trifft vor allem auf Vollmasken zu. Sie bedecken einen Großteil des Gesichts und werden mit Riemen über Wangen und Stirn befestigt. Eine Nasenpolstermaske könnte sich weniger unangenehm anfühlen. Der Nachteil dieser Art von Maske ist jedoch, dass sich die Polster leicht lösen, wenn man sich im Schlaf viel bewegt.
7. Ein störender Schlauch
Nicht selten ist Ihnen der Schlauch im Weg, besonders wenn Sie sich im Schlaf viel bewegen. Hier kann eine besondere Art von Kissen helfen. Ein gutes Beispiel dafür ist das CPAP-Max-Kissen, das speziell für CPAP-Nutzer entwickelt wurde. Eine Nackenrolle kann als Alternative zu diesem Spezialkissen dienen.
8. Platzangst
Manchen Patienten behagt der Gedanke nicht, eine Maske zu tragen, mit der ihnen Luft in die Lunge geleitet wird. Hier kann es helfen, die Maske tagsüber zu tragen, um sich an das Tragegefühl zu gewöhnen.
Es mag anfangs nicht ganz leicht sein, sich an ein CPAP-Gerät zu gewöhnen, aber bei durchgängiger Nutzung werden Sie erstaunt sein, wie schnell sich der Körper daran gewöhnt.
Mehr über CPAP-Geräte bei Wikipedia.
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