Die Verbindung zwischen Schlafapnoe und Gewichtsverlust

Was ist Schlafapnoe?
Schlafapnoe ist eine Schlafstörung, die zu Atemproblemen führt. Ihre Atmung kann während des Schlafs wiederholt aussetzen und wieder einsetzen, da die oberen Atemwege in sich zusammenfallen. Betroffene fühlen sich selbst nach einer durchgeschlafenen Nacht müde und erschöpft.
Bleibt die obstruktive Schlafapnoe unbehandelt, kann sie zudem das Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzerkrankungen erhöhen.
Wie hängen Schlafapnoe und Gewichtsverlust zusammen?
Betrachtet man den Zusammenhang mit dem Körpergewicht, so zeigt sich, dass Schlafapnoe und Gewichtszunahme in einer wechselseitigen Beziehung stehen. Man kann also sagen, dass Übergewicht das Risiko für Schlafapnoe erhöht – umgekehrt kann der Körper aber auch überschüssiges Gewicht zulegen, während bereits eine Schlafapnoe besteht.
Wenn übergewichtige und adipöse Menschen abnehmen, bessern sich häufig sowohl die Schlafapnoe als auch weitere gesundheitliche Probleme wie etwa Herzerkrankungen.
Bereits ein Gewichtsverlust von nur 10 % des Körpergewichts kann sich deutlich auf die Symptome einer Schlafapnoe auswirken. In manchen Fällen kann eine erhebliche Gewichtsabnahme die Erkrankung sogar vollständig beseitigen.
Was versteht man unter einer Schlafapnoe-Therapie? Bei einer bestimmten Form der Erkrankung ist die Gewichtsabnahme die wirksamste Methode, um die Symptome der Schlafapnoe zu verringern.
Gewichtsverlust ist vielleicht keine ausgefeilte Hightech-Behandlung, aber er stellt eine hervorragende Therapie für Patienten mit Schlafapnoe dar. Es handelt sich um eine wirksame und nachhaltige Langzeitbehandlung.
Diese Maßnahmen können helfen, eine Schlafapnoe in den Griff zu bekommen:
- Änderungen des Lebensstils
- Gesunde Ernährung
- Regelmäßige Bewegung
- Gewichtsverlust
- Vermeidung von Stress und depressiven Verstimmungen
- Ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus
- Kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck, also die CPAP-Therapie
Nicht in jedem Fall ist damit eine vollständige Heilung möglich, doch der Effekt ist durchweg positiv. Wenn Sie durch eine Gewichtsabnahme deutliche Veränderungen Ihres Lebensstils erreicht haben, kann es sinnvoll sein, die Therapie neu zu bewerten.
Denn eine Gewichtsabnahme leistet einen erstaunlich guten Beitrag dazu, eine Schlafapnoe zu lindern.
Wenn Sie deutlich an Gewicht verloren haben, benötigen Sie möglicherweise einen niedrigeren CPAP-Druck, um Ihre Atemwege offen zu halten – oder Sie sind unter Umständen gar nicht mehr auf eine Behandlung angewiesen.
Bei Menschen, die die empfohlene Menge an Gewicht verlieren, ist die Wahrscheinlichkeit, eine vollständige Rückbildung der Schlafapnoe-Symptome zu erreichen, dreimal so hoch wie bei Menschen, die nicht abnehmen.
Es braucht nicht viel an Gewichtszunahme, um einen Patienten vom chronischen Schnarchen zur Schlafapnoe zu bringen – aber es braucht ebenso wenig an Gewichtsverlust, um die Symptome zu verbessern.
Ein dauerhafter Gewichtsverlust verbessert nicht nur die Schlafapnoe, sondern wirkt sich auch positiv auf zahlreiche weitere, unabhängig damit verbundene Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte und Diabetes aus.
Ein Gewichtsverlust von nur 10 bis 15 % kann bei mäßig übergewichtigen Patienten den Schweregrad der Schlafapnoe um 50 % verringern.
Leider kann eine Gewichtsabnahme zwar zu einer vollständigen Genesung von der Schlafapnoe führen, doch viele Betroffene benötigen zusätzliche Therapien.
Mögliche Folgen und Begleiterscheinungen der Schlafapnoe:
- Bluthochdruck
- Schlaganfall
- Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkt
- Diabetes
- Depression
- Verschlechterung einer ADHS
- Kopfschmerzen
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